"Handwerkliches Geschick alleine
macht noch keinen guten Chirurgen aus."

Brustwiederherstellung

Indikation

Von Seiten der Wiederherstellungschirurgie muss man heute zwei unterschiedliche Patientengruppe unterscheiden. Einerseits gibt es vorallem sehr junge Frauen, welche durch eine genetische Belastung einem erhöhten Brustkrebsrisiko unterliegen, hierbei wird in der Regel empfohlen eine vorbeugende Entfernung der Brustdrüse durchzuführen und im gleichen OP-Schritt eine Wiederherstellung (prophylaktische Mastektomie).

Das zweite Patientenkollektiv zeigt einen bösartigen Tumor im Bereiche der Brust, wobei einerseits evtl. eine Wiederherstellung eines Teiles der Brust oder der ganzen Brust im Rahmen der Entfernung durchgeführt werden kann, oder aber auch eine Wiederherstellung nach abgeschlossener Behandlung (Entfernung der Brust, Chemotherapie und/oder Bestrahlung). Je nach Art der stattgehabten Therapie sowie Körperkonstitution unterscheidet sich auch das Behandlungskonzept.

Zur Erzielung eines optimalen Ergebnisses sollte der behandelnde Plastische Chirurg das gesamte Spektrum der Wiederherstellung beherrschen, dieses reicht vom Einbringen eines Implantates bis hin zum gesamten Spektrum der Eigengewebswiederherstellung, wobei von anderen Körperregionen Gewebe entnommen wird und durch mikrochirurgische Technik (Gefäßverbindungen) dieses wieder am Ort der zu bildenden Brust einer Durchblutung zugeführt wird. Ich habe mich über 21 Jahre an der Universitätsklinik ausführlich mit der Brustwiederherstellung beschäftigt und hier sehr viel Erfahrung gesammelt. Ich war bereits im Jahre 1994, als die ersten mikrochirurgischen Eingriffe in diesem Bereich durchgeführt wurden, an der Abteilung und habe die weitere Entwicklung über die nächsten zwei Jahrzehnte mitgetragen und beeinflusst.

OP-Technik

1. Vorbeugende Brustdrüsenentfernung:

Bei der sogenannten prophylaktischen Mastektomie wird die Brustdrüse unter der Haut bis hin zum Brustmuskel entfernt, in der Regel wird das Gewebe direkt hinter der Brustwarze in einem kleinen Ausmaß belassen um dieselbe zu erhalten. Nach Entfernung der Brustdrüse wird ein Implantat mit oder ohne Straffung des Hautweichteilmantels eingebracht und unter dem Brustmuskel positioniert. Zur Sicherung und Formung wird zwischen Brustmuskulatur und Unterbrustfalte ein zusätzliches Gewebe fixiert. Durch neue und moderne Implantate können hier sehr zufriedenstellende Ergebnisse erzielt werden, wiewohl es gelegentlich notwendig ist, durch kleinere Korrekturen mittels Eigenfett, die Ergebnisse zu optimieren, da sich zwischen Implantat und Haut kaum mehr eigenes Gewebe befindet.

2. OP-Technik nach Brustdrüsenentfernung bei Karzinom unter Erhaltung des Brustmantels:

Hierbei kann in ausgesuchten Fällen die gleiche Technik, wie auch bei der prophylaktischen Mastektomie, angewandt werden oder auch Eigengewebe, welches eine aufwändige OP-Technik darstellt, jedoch zu einzigartig natürlich Ergebnissen führt (siehe unten).

3. OP-Technik mittels Eigengewebe nach Brustdrüsenentfernung oder nach Entfernung der gesamten Brust bei Mammakarzinom:

Durch Eigengewebe kann man z.B. vom Bauch, vom Rücken (gestielt an Gefäßen) oder aber auch vom Gesäß oder der Oberschenkelinnenseite Gewebe entfernen, welches mit Hautfett, gelegentlich geringem Muskelanteil, an Gefäßen gestielt entnommen wird und in der weiteren Folge im Brustbereich neu an eine Durchblutung unter mikrochirurgischer Technik angeschlossen wird. Meist erfolgen solche Eingriff rein mit Eigengewebe, gelegentlich werden sie mit einem Implantat kombiniert, stellen eine aufwändige Wiederherstellung dar, bei jedoch exzellentem Ergebnis. Zumeist erfolgt das Vorgehen zweizeitig, sodass im 1. OP-Schritt die Brust geformt wird und in der weiteren Folge in einem 2. Eingriff die zweite Seite angeglichen wird und der Warzenvorhof und die Brustwarze wiederhergestellt werden (eine Wiederherstellung des Brustwarzenvorhofes kann auch durch Tätowierung erfolgen).

Alle Behandlungskonzepte müssen individuell gemeinsam mit den betroffenen Patientinnen erarbeitet werden, wiewohl auch hier der onkologisch tätige Chirurg intensiv miteinbezogen wird. Wir bieten gerade in der Privatklinik Graz Ragnitz hier ein interdisziplinäres Konzept an, um die Patientinnen optimal betreuen zu können. Das gesamte Spektrum der Wiederherstellungschirurgie wird wahrgenommen, wiewohl die Patientinnen bei größeren Eingriffen postoperativ eine Nacht auf der Intensivüberwachungsstation verbringen. Die Patientensicherheit und höchste Qualität stehen hierbei im Vordergrund.

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