"Liebe zum Detail und Perfektionismus,
sind für mich in der Plastischen Chirurgie unabdingbar."

Fettabsaugung

Allgemeines - Philosophie

Die Körperformung, ob durch Entfernung von Haut und Fettüberschuss oder durch Absaugen von Fettgewebe, stellt das Gesamterscheinungsbild in den Vordergrund. Es geht darum, Problemzonen zu erkennen und gezielt zu behandeln, um ein harmonisches Ganzes zu erreichen.

Ausreichend Erfahrung und eine exakte Operationsplanung sind unabdingbar. Gerade Fettabsaugungen stellen Eingriffe mit der höchsten Komplikationsrate dar, was dadurch begründet ist, dass die meisten Eingriffe nicht fachgerecht, oft in schlechter Infrastruktur, durchgeführt werden. Eine überlegte Arztwahl und Hinterfragung der Ausbildung bzw. Fachdisziplin ist deshalb besonders wichtig. Körperformung hat nichts zu tun mit Gewichtsreduktion. Fettabsaugen um Abzunehmen muss äußerst kritisch beurteilt werden.

Die Zeit der konventionellen Fettabsaugung ist vorbei. Vielmehr wird durch ein Spezialinstrumentarium (feine Kanülen; WAL-Technik oder bei entsprechender Indikation: Vibrationstechnik = Powerliposuktion) die Möglichkeit geschaffen, Fettgewebe genau zu entfernen und auch bei Bedarf an anderen Stellen einzufügen. Durch eine Eigenfetttransplantation kann z. B. Gewebe am Oberschenkel entnommen, danach aufbereitet und schließlich an Stellen wo es fehlt (Gesäß oder Brust, etc.) wieder eingefügt werden. Gerade die ganz neue WAL–Technik (water assisted liposuction) ermöglicht eine sehr schonende, weitgehend trockene und besonders exakte Fettabsaugung. Zudem steht dieses Fettgewebe für eine Fettgewebstransplantation in nie dagewesener Qualität zur Verfügung. Immer müssen Veränderungen aber im Kontext mit der gesamten äußeren Erscheinung abgewogen und geplant werden.

Indikation

Ideale Indikationen stellen Problemzonen dar, die hartnäckig bestehen bleiben, trotz Bemühungen von Seiten der Patienten. Fettabsaugungen sind jedoch kein Ersatz für Gewichtsreduktion mittels Diät oder Sport bei Übergewicht. Es geht hier vielmehr um Körperformung, um die Schaffung einer harmonischen Figur, wobei nicht nur weggenommen werden muss, sondern auch durch Eigenfetttransplantation zurückgegeben werden kann. Nahezu jeder Mensch hat mehr oder weniger Problemzonen, seien es die Oberschenkel (Reithosen), die Hüften, der Bauch oder auch Knie, Unterschenkel und Knöchelregion. Die Absaugung hat zugleich einen straffenden Effekt auf den Hautmantel.

Die „Fett weg Spritze" oder Ultraschalllipolyse stellen keine Alternative zur konventionellen Absaugung dar, da die Modelliermöglichkeiten und die Mengen nicht miteinander verglichen werden können. Die Fettabsaugung ist ein aktiver, steuerbarer Vorgang.

OP Technik

Das Wichtigste vor einer Fettabsaugung ist die genaue Planung und Anzeichnung. Danach wird in die gewünschte Region unter Druck eine spezielle Lösung infiltriert, die das Unterhautfettgewebe auseinanderdrängt und zugleich anästhetisch (örtliche Betäubung) wirkt und die Blutgefäße zusammenzieht. Schließlich werden über minimale Inzisionen die Kanülen eingeführt und entweder über Hin- und Her- Bewegungen oder kombiniert mit Wasserstrahl (WAL) oder Eigenvibration (Powerliposuktion) die Fettzellen abgesaugt. Je nach Region kommen dabei unterschiedliche Kanülengrößen zum Einsatz (Mikrokanülen). Eine Gesamtmenge von ca. 5 Liter sollte bei einer Absaugung nicht überschritten werden, da sonst der Flüssigkeitsverlust zu groß ist und die Komplikationsrate drastisch ansteigt.

Nachbehandlung

Fettabsaugung ist keine Mittagspausenchirurgie! Erfahrung ist hier besonders wichtig. Leider sehen wir, wie immer mehr nicht ausgebildete Kollegen mit Absaugungen beginnen und diese total unterschätzen bzw. Komplikationen nicht selbst beheben können. Nirgends gibt es so viele Komplikationen und Klagefälle wie bei nicht sachgemäß durchgeführten Fettabsaugungen.

Um das Risiko zu minimieren behalte ich Patienten mit ausgedehnten Absaugungen für eine Nacht im Krankenhaus. Direkt postoperativ wird je nach Region eine Kompressionswäsche angelegt, welche für insgesamt 4-6 Wochen getragen werden soll. Lymphdrainagen und Spezialmassagen sind sinnvoll und können bereits frühzeitig erfolgen.

Anästhesie / Narkose

Je nach Ausdehnung werden Eingriffe in örtlicher Betäubung, in Regionalanästhesie (Kreuzstich) oder in Vollnarkose durchgeführt.

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