"Liebe zum Detail und Perfektionismus,
sind für mich in der Plastischen Chirurgie unabdingbar."

Nerveneinengung

Indikation

Nerveneinengungen können prinzipiell an den unterschiedlichsten Stellen im Verlauf von peripheren Nerven, vor allem aber im Extremitätenbereich, auftreten. Durch anhaltenden Druck auf den Nerv kommt es zu zunehmenden Schmerzen (vor allem nachts), Taubheitsgefühl bis hin zu ausgedehntem Funktionsverlust. Die wohl bekanntesten Syndrome bestehen bei Einengungen im Bereich von Gelenken, wo Nerven unter starker Dehnungsbelastung stehen. Hierzu zählen vor allem das Karpaltunnelsyndrom und das Sulci nervus ulnaris Syndrom. Einmal ist der so genannte Nervus medianus im Bereich des Handgelenkes eingeengt, was zu einem Taubheitsgefühl der ersten drei und der Innenseite des vierten Fingers führt, das andere mal der Nervus ulnaris im Bereich des Ellbogens. Dies bewirkt eine Muskelschwäche der Beugemuskulatur des Unterarmes und ein Taubheitsgefühl des Kleinfingers und der Außenseite des vierten Fingers. Diese beiden Erkrankungen sind die häufigsten Formen, wobei Engstellen auch an anderen Punkten zu Problemen führen können. Zur genauen Abklärung muss vor einer Operation eine elektrophysiologische Untersuchung durchgeführt werden, um die Lokalisation der Nerveneinengung exakt zu bestimmen. Die Nervenleitgeschwindigkeit (NLG) und das Elektromyogramm (EMG) werden vom Neurologen vorgenommen. 

Wenn Nerveneinengungen zu lange unbehandelt bleiben, kann es zu dauerhaften Schäden kommen, die die Lebensqualität stark beeinträchtigen.

OP Technik

Je nach Ort der Einengung wird über einen kleinen Schnitt die Engstelle (meist eine verstärkte Bandstruktur) beseitigt und der betroffene Nerv dargestellt. Oftmals muss der Nerv aus Narbengewebe gelöst werden (gelegentlich unter mikrochirurgischer Technik). In schweren Fällen am Ellbogen kann es notwendig sein, den Nerv zu verlagern. Bei Frühformen des Karpaltunnelsyndroms besteht auch die Möglichkeit, den Eingriff endoskopisch durchzuführen.

Nachbehandlung

Nähte werden im Handbereich für 14 Tage belassen, eine Ruhigstellung ist in der Regel nicht erforderlich. Je nach Ausprägung erfolgt jedoch die Nachbehandlung durch einen Physiotherapeuten mit spezieller handtherapeutischer Ausbildung.

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